Geheimschutz

Schutz vor unerwünschter Ausspähung

Geheimschutz Geheimschutz bedeutet: Geheime Informationen werden so geschützt, dass sie geheim bleiben. Dafür sind bestimmte Vorkehrungen nötig.

Denn sonst wird, was geheim bleiben soll, durch Nachlässigkeit, Unwissen oder auch gezielte Ausspähung eben doch Unbefugten bekannt. Im schlimmsten Falle werden dadurch der Bestand oder lebenswichtige Interessen der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder gefährdet. Wer könnte daran interessiert sein, sich geheime Informationen illegal zu beschaffen? In erster Linie fremde Nachrichtendienste, aber auch Extremisten oder Kriminelle.
Streng geheim!

Geheimhaltungsbedürftige Informationen und Unterlagen gibt es in Behörden, aber auch in privatwirtschaftlichen Unternehmen, die im Auftrag des Staates tätig werden. Sie werden "Verschlusssachen" genannt. Je nach Höhe des möglichen Schadens, der bei Offenlegung eintreten könnte, werden die Verschlusssachen unterschiedlich eingestuft. "Streng geheim" ist der höchste Geheimhaltungsgrad.

Als NATO-Bündnispartner ist die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, bestimmte Standards beim Schutz von Verschlusssachen einzuhalten. Diesem Anspruch der Bündnistreue genügt der Geheimschutz im Bund und den Ländern. In diesem Sinne bedeutet Geheimschutz konkret:

  • die Anwendung eines bestimmten Regelwerks durch alle, die mit Verschlusssachen zu tun haben
  • die Anleitung und Überwachung des regelrechten Umgangs mit Verschlusssachen durch dafür eigens Beauftragte.

Der Geheimschutz im letztgenannten Sinne, als spezielles Arbeitsfeld des Verfassungsschutzes, garantiert die personellen wie die materiellen Voraussetzungen für den Schutz von Verschlusssachen.