Totale Niederlage für NPD im Ringen um Immobilie

Zivilgesellschaft verhindert NPD-Schulungszentrum in Brandenburg

Brandenburg bleibt von einem NPD-Schulungszentrum verschont. Denn die rechtsextremistische Partei hat jetzt eine harte Schlappe im Ringen um eine Immobilie in Rauen (Landkreis Oder-Spree) einstecken müssen. Es ist nicht die erste Niederlage dieser Partei in dem von ihr ausgerufenen "Rechtskampf". Und bestimmt nicht die letzte.

Der Tagesspiegel berichtet auf seiner Internetseite am 16. Januar 2008, die NPD müsse ihren erhofften Grundbesitz im brandenburgischen Rauen nun endgültig aufgeben. Ursprünglich wollte sie dort Extremisten-Schulungen veranstalten. Über angebliche "schwedische Investoren" versuchte NPD-Funktionär Molau seit Mai 2007, das 20 Hektar große Gelände zu erwerben. Neben Schulungen waren dort auch Skinheadkonzerte geplant.

Der derzeitige Mieter, die NPD Brandenburg, ist nun obdachlos. Die Suche nach Objekten für Skinheadkonzerte und Parteiveranstaltungen dürfte den Rechtsextremisten jetzt zunehmend schwerer fallen. Auch der brandenburgische Hotel- und Gaststättenverband will die Extremisten nicht mehr beherbergen. Veranstaltungsorte sind für die NPD damit immer schwerer zu finden.

Die NPD scheiterte in Brandenburg an ihrem juristischen Unvermögen und insbesondere an zivilgesellschaftlicher Gegenwehr. Die neuen Eigentümer planen ein soziales Projekt für junge Menschen.