Niederschmetternde Wahlschlappe der Rechtsextremisten

Krise in der NPD: Zweifel, Resignation und Wählerbeleidigung

Nach dem NPD-Fiasko bei den Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen am 27. Januar 2008 greifen im Lager der Rechtsextremisten Zweifel und Resignation um sich. So fragen Rechtsextremisten inzwischen verstört auf ihren Web-Seiten, „ob nun der Westen verloren" sei. Bei den Wahlen erhielt die NPD in Niedersachsen nur 1,5 Prozent der Stimmen. Spitzenkandidat Molau hatte zuvor im Größenwahn von einem Wählerpotenzial von bis zu 11 Prozent schwadroniert. In Hessen bekam die NPD sogar nur zu 0,9 Prozent. Wahlkampfkostenerstattung erhält sie dafür nicht.
 
Der NPD-Kreisverband Barnim glaubt Westdeutschland nun verloren und führt dies in typisch fremdenfeindlicher Manier auf einen hohen Anteil „eingesickerter Volksstämme" zurück. Hingegen sei der geringe Ausländeranteil in Brandenburg der „nationalen Bewegung" zu verdanken. Die „meisten Revolutionen seien ohnehin von Mitteldeutschland" ausgegangen. Im Übrigen sei „Wahlbetrug" nicht auszuschließen. Als besonders schlechter Verlierer präsentiert sich der NPD-Kreisverband Unna/Hamm (NRW) und beschimpft die Wähler: „Der zufriedene noch satte westdeutsche Sklave ist der größte Feind der Freiheit unseres Volkes."