Glossar: Deutsche Kommunistische Partei (DKP)

Die "Deutsche Kommunistische Partei" (DKP) ist eine linksextremistische Partei (siehe auch "Linksextremismus" und "Linksextremistische Parteien"). Sie wurde am 26. September 1968 als eine von mehreren Nachfolgeorganisationen der verbotenen "Kommunistischen Partei Deutschlands" ( siehe "Kommunistischen Partei Deutschlands") in Essen gegründet. Ihre 18 Landesverbände (jeweils zwei in Nordrhein-Westfalen und Bayern) haben über 4.000 Mitglieder, von denen etwa 200 jünger als 30 Jahre sind.

Parteiorgan ist die Wochenzeitung "Unsere Zeit" (UZ). Die "Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend" (SDAJ) ist eine der DKP nahestehende Jugendorganisation. Daneben ist Ende der 90er Jahre mit der "Assoziation Marxistischer StudentInnen" (AMS) eine DKP-nahe Studentengruppe entstanden. Ziel der DKP ist "der Sozialismus als erste Stufe auf dem Weg zur klassenlosen Gesellschaft", wobei ihr die "wissenschaftliche Theorie von Marx, Engels und Lenin" als Grundlage dient. Im April 2006 wurde ein neues Parteiprogramm beschlossen, das seit 2001 Gegenstand kontroverser Diskussionen und innerparteilicher Richtungskämpfe war. Es setzt auf "Aktionseinheiten" mit "neuen sozialen Bewegungen" (beispielsweise Montagsdemonstrationen, "Antifa"). Oberhalb der kommunalen Ebene konnte die DKP zu keiner Zeit Mandate erringen. Bei Landtags- und Europawahlen erreichte sie allenfalls Ergebnisse deutlich unter einem Prozent. In Brandenburg zählt die DKP etwa 100 Mitglieder.