Glossar: Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)

Die "Kommunistische Partei Deutschlands" (KPD) ist eine linksextremistische Partei (siehe auch "Linksextremismus" und "Linksextremistische Parteien"). 1919 gegründet, hörte sie nach 1945 in beiden deutschen Staaten auf zu existieren. In der Sowjetischen Besatzungszone wurde die SPD mit der KPD zur regimetragenden SED zwangsvereinigt. In der Bundesrepublik Deutschland wurde die KPD 1956 verboten. Eine von mehreren Nachfolgeorganisationen war ab 1968 die "Deutsche Kommunistische Partei" (siehe auch "Deutsche Kommunistische Partei"). 

1990 wurde in der DDR erneut eine KPD gegründet. Sie wird in einigen Publikationen als "KPD-Ost" oder "KPD (Rote Fahne") bezeichnet. Eine Partei gleichen Namens wurde 1956 vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verboten. Ihre Mitgliederzahl liegt in einem niedrigen dreistelligen Bereich. Ihr "Zentralorgan" ist die Monatszeitschrift "Die Rote Fahne". Als Jugendorganisation bildete sich 2002 der "Kommunistische Jugendverband Deutschlands" (KJVD). Die KPD bekennt sich ohne Einschränkungen zu den Lehren von Marx, Engels und Lenin und distanziert sich nicht vom Stalinismus. Sofern sich die Partei an Wahlen beteiligt hat, fielen die Ergebnisse kaum messbar. In Brandenburg hat sie etwa 15 Mitglieder.