Wriezen wehrt sich gegen Rechtsextremisten

Zeichen setzen gegen Ewig-Gestrige

Am 8. April 2008 fand auf Anregung des Evangelischen Johanniter-Gymnasiums Wriezen eine Mahn- und Gedenkveranstaltung statt. Anlass war die Zerstörung der Erinnerungstafel für die ehemalige Wriezener Synagoge in der Gartenstraße vor wenigen Tagen.

Das Gymnasium hatte die Bürger Wriezens und der Region aufgerufen, sich an der Veranstaltung zu beteiligen, um ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in ihrer Stadt zu setzen. Die öffentliche Veranstaltung begann um 15 Uhr mit einer Andacht in der Wriezener Marienkirche, anschließend folgte ein Gedenken am Ort der Erinnerungstafel. Angehörige der jüdischen Gemeinde Frankfurt (Oder) waren nach Wriezen gereist, um sich für die Solidarität der hiesigen Bürger zu bedanken. Gemeinsam sprachen sie auf Hebräisch den „Kaddisch der Trauernden".

Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie unter:

http://www.ev-johannitergymnasium-wriezen.de

 

Mit der schnellen und deutlichen Reaktion des Wriezener Johanniter-Gymnasiums weisen die Schüler Rechtsextremisten in ihre Schranken. Die Bürger Brandenburgs haben in den letzten Jahren bewiesen, dass sie solche extremistischen Erscheinungen nicht einfach hinnehmen, sondern couragiert handeln. So ist es gelungen, den Waldfriedhof in Halbe vor rechtsextremistischen Szene-Veranstaltungen am Volkstrauertag zu schützen. Ebenso konnte durch engagierten Bürgereinsatz die dauerhafte Ansiedlung eines rechtsextremistischen NPD-Schulungszentrums in Rauen verhindert werden.

Der Verfassungsschutz Brandenburg beobachtet eine zunehmende Frustration unter den Rechtsextremisten. Denn je stärker sich die Zivilgesellschaft in Brandenburg engagiert und Schranken aufzeigt, desto größer ist der Frust bei den Rechtsextremisten.