Wirtschaftsschutz und Spionageabwehr

Wettlauf um Wissensvorsprünge

Als mit dem Zusammenbruch des sozialistischen Lagers auch die politische Ost-West-Konfrontation endete, glaubten viele, dass es Spionage kaum noch geben werde.

Zwar erreichte die politische und militärische Spionage während des „Kalten Krieges" tatsächlich ihren Höhepunkt - sie wurde aber nicht aufgegeben. Heute liefern sich Nachrichtendienste über diese klassischen Aufklärungsziele hinaus einen Wettlauf um Wissensvorsprünge in Wirtschaft, Wissenschaft und Technik.

Dieser Neuorientierung fremder Nachrichtendienste hinsichtlich ihres Aufgabenspektrums hat sich die Verfassungsschutzbehörde des Landes Brandenburg angepasst. Der Bereich Wirtschaftsschutz steht Wirtschaftsunternehmen und Wissenschaftseinrichtungen beratend zur Seite - „Prävention durch Information".

Unlautere Vorteile gesucht

Wer Spionage betreibt, will an Informationen herankommen, die ihm verschlossen bleiben sollen; denn dieses Wissen verspricht unlautere Vorteile im politischen Machtkampf, in der militärischen Konkurrenz oder im Wirtschafts- und Wissenschaftswettbewerb.

Spione können im Dienst eines Staates oder eines konkurrierenden Unternehmens handeln. Die Verfassungsschutzbehörde befasst sich allerdings nur mit Aktivitäten von Nachrichtendiensten, die von Regierungen anderer Länder ausgehen. Aufgabe der Spionageabwehr ist es, diese Spionageaktivitäten fremder Nachrichtendienste aufzuklären.