Organisationen

Streit um die reine Lehre

Im Unterschied zu den gewaltorientierten Autonomen (unorganisierte Szene) halten die kommunistischen Parteien und Vereinigungen die "Reinheit der Lehre" hoch. Jede dieser Organisationen beansprucht mehr oder minder nachdrücklich, im Besitz der "Wahrheit" zu sein. Ideologische Streit- und Auslegungsfragen werden zwischen ihnen oft erbittert ausgetragen. Die orthodox-kommunistischen Organisationen sehen sich in der Tradition der früheren kommunistischen Weltbewegung. Am Dogma, dass der Sozialismus eines Tages unausweichlich kommen werde, halten sie unerschütterlich fest.

Auf Sonderlehren pochend

Andere marxistisch-leninistische Gruppen und Zirkel vertreten jeweils Sonderlehren, mit denen sie sich z. B. auf Stalin, Trotzki oder Mao Zedong beziehen. Die meisten fristen mehr oder weniger ein Schattendasein und treten nur sporadisch an die Öffentlichkeit. Selbst innerhalb des linksextremistischen Spektrums werden sie kaum beachtet und sind dementsprechend politisch isoliert. Auch unter den Autonomen gab es gelegentlich Versuche, sich überregional zu organisieren. Sie scheiterten nicht zuletzt deshalb, weil verbindliche Strukturen als zu hierarchisch und nicht mehr im eigentlichen Sinne als "autonom" empfunden wurden.