Organisationen

Konkurrenz und Zweckbündnisse

Viele Rechtsextremisten schließen sich in Parteien, aber auch in Vereinen, Bünden, Kameradschaften und anderen Organisationen zusammen.

Wer sich einen Überblick über die Vielzahl rechtsextremistischer Organisationen verschafft, merkt rasch: Hier herrscht heillose Zersplitterung, oft sogar feindselige Konkurrenz, die nur mühsam durch gelegentliche Absprachen und Zweckbündnisse überdeckt wird.

Eine Sammlungsbewegung zeichnet sich nicht einmal ansatzweise ab. Ein "Führer", der alle Rechtsextremisten in Deutschland hinter sich scharen könnte, ist nicht Sicht.

Die rechtsextremistischen Parteien werben nicht nur um Mitglieder, sondern auch um Wähler – selten mit nennenswertem Erfolg.

Elitärer Führungsanspruch

Die meisten rechtsextremistischen Vereine sind hingegen geschlossene Zirkel, in die Außenstehende kaum Einblick gewinnen können.
Manche von ihnen, vor allem die neonazistische Gruppierungen, verstehen sich als Kader- und Eliteorganisationen, als Vorhut einer "nationalen Revolution".

Eine ähnliche "geistige Führungsrolle" messen sich rechtsextremistische Ideologen zu, die in losen Gesprächskreisen oder in Weltanschauungsgemeinschaften tätig sind.

Den Ungeist des Rechtsextremismus verbreiten darüber hinaus Verlage, Zeitschriftenredaktionen und Buchdienste.