Linksextremismus

Propaganda und militante Aktion

Linksextremisten meinen zu wissen, wie eine in ihren Augen gerechte, von der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen freie, also ganz andere Gesellschaft beschaffen sein müsse. Und sie sagen auch, wie sie herbeizuführen sei: durch revolutionäre Gewalt. Denn die Möglichkeit eines demokratischen Wandels verneinen sie.

Da die Ausrufung eines gewaltsamen Umsturzes gegenwärtig ohne Echo bliebe, nehmen viele Linksextremisten ihn nur als strategisches Fernziel in den Blick. Taktisch konzentrieren sie sich auf Kaderschulung einerseits, auf Agitation und Propaganda andererseits. Aktionistische Gruppen wählen hingegen den Weg der militanten Aktion, um den demokratischen Rechtsstaat herauszufordern und seine Reaktion als vermeintlich antidemokratisch brandmarken zu können. Einige greifen gar zum Terror.

Ausschreitungen zum 01. Mai 2001 in Berlin-Kreutberg - aus de.wikipedia.org/ (23.04.2012)

Frontstellung gegen die Demokratie

Die Linksextremisten der verschiedensten Richtungen verbindet die Frontstellung gegen die demokratische Staats- und Gesellschaftsordnung. Manche wollen sie zugunsten einer sozialistisch-kommunistischen Diktatur abschaffen, andere erstreben eine vermeintlich herrschaftsfreie Gesellschaft, wieder andere konzentrieren sich darauf, schon heute gesetzlose "Freiräume" zu erkämpfen.

Entsprechend sind im linksextremistischen Spektrum folgende Hauptrichtungen zu unterscheiden:

  • Revolutionär-marxistische Parteien und Vereinigungen
  • Anarchisten
  • Autonome.


Der den linksextremistischen Doktrinen innewohnende Absolutheitsanspruch übte im 19. und 20. Jahrhundert eine beträchtliche Anziehungskraft aus. Die leidvollen historischen Erfahrungen in den sozialistischen Staaten des früheren Ostblocks haben den Linksextremismus jedoch dauerhaft diskreditiert.

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