Entwicklungstendenzen

Aktuelle Aktionsthemen

aus aargb.blogsport.de/ (23.04.2012) Linksextremisten, insbesondere die Autonomen, wählen ihre Aktionsthemen oftmals in Abhängigkeit von aktuellen politischen Entwicklungen. Dabei orientieren sie sich auch an deren "Vermittelbarkeit" innerhalb der Szene und darüber hinaus im linken politischen Spektrum. Häufig greifen sie Anliegen von Protestbewegungen auf, um eine breitere Akzeptanz zu erreichen.

Der "Antifaschismus" ist auch heute noch eines der zentralen Agitations- und Aktionsfelder der Linksextremisten. Daneben garantiert das Themenfeld "Antirassismus" einen hohen Mobilisierungs- und Politisierungseffekt. Linksextremistische Antifa- und Antirassismus-Aktivisten unterscheiden sich von demokratischen Gegnern des Rechtsextremismus dadurch, dass sie Gewalt akzeptieren und mit ihren Aktionen die als "Schweinesystem" bezeichnete demokratische Ordnung insgesamt angreifen wollen. Das gleiche gilt für den "Kampf gegen die Globalisierung", der gegenwärtig in den Vordergrund rückt.

Zwischen Terror und Überalterung

Die kommunistischen Parteien kämpfen mit zunehmender Überalterung. Ihre Aktivitäten werden dadurch stark beeinträchtigt.

Größere Gefahren gehen von den Autonomen aus. Ihre Gewaltbereitschaft ist ungebrochen, auch wenn sie sich über die Formen der Militanz nicht einig sind. Bei einigen Gruppen zeigte sich in den letzten Jahren immer stärker die Tendenz, systematisch illegale Strukturen zu entwickeln und terroristische Kampfformen anzuwenden. Eine neue terroristische Vereinigung nach Art der "Roten Armee Fraktion" ist aber nicht in Sicht.

Obwohl Autonome eigentlich feste Organisationsstrukturen ablehnen, wollen viele von ihnen auf ein koordiniertes Vorgehen nicht verzichten. Deshalb versuchen sie auch nach dem Scheitern der "Antifaschistischen Organisation/Bundesweite Organisation" (AA/BO), sich bundesweit zu vernetzen. Dafür nutzen sie u. a. das Internet.