Unorganisierte gewaltbereite Rechtsextremisten

Rechtsextremisten, die aufgrund ihrer politischen Einstellung Gewalttaten begehen, sind vorwiegend männlich und zwischen 18 und 30 Jahre alt. Sie gehören der unorganisierten rechtsextremistischen Szene an. Ihre Taten richten sich überwiegend gegen Personen, die sie für „politische Gegner“ halten. Hierzu gehören vor allem als "links" oder "fremd" angesehene Personen, Juden und Polizisten. Angehörige der unorganisierten gewaltbereiten rechtsextremistischen Szene begehen schwerste Gewaltverbrechen. Auch Tote waren dabei zu beklagen.

Die Strafverfolgungsbehörden haben besonders ab der zweiten Hälfte der 1990er Jahre darauf reagiert. Die Polizei entwickelt zumeist ihre speziellen Methoden zur Verhinderung sowie konsequenten Verfolgung politisch motivierter Straftaten ständig weiter. Den Schwerpunkt bildet das stetig fortgeschriebene „Handlungskonzept der Polizei des Landes Brandenburg zur Bekämpfung politisch motivierter Kriminalität“. Darin finden sich unter anderem zwei wesentliche Säulen: das präventive Einsatzkonzept „Mobile Einsatzeinheiten gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit“ (MEGA) sowie die „Täterorientierten Maßnahmen gegen extremistische Gewalt“ (TOMEG). Am selben Strang ziehen Staatsanwaltschaften und Gerichte, damit Strafen den Taten auf dem Fuße folgen. Neben vielen weiteren Akteuren erfüllt das „Brandenburgische Institut für Gemeinwesenberatung – demos“ mit seinen über die Landesgrenzen hinaus anerkannten „Mobilen Beratungsteams“ einen weiteren wichtigen Part.

In den letzten Jahren sind die Zahlen der Gewaltstraftaten und Szene-Angehörigen zurückläufig.