Ideologie

Ausländische Extremisten haben keinen gemeinsamen ideologischen Nenner. Unter ihnen sind unterschiedliche, ja gegensätzliche Auffassungen verbreitet. Nur die Ablehnung demokratischer, rechtsstaatlicher Normen eint sie.

Islamisten

IslamistenDie Islamisten interpretieren den Islam fundamentalistisch. Sie propagieren einen "Gottesstaat", in dem einzig der Koran – nach eigener Auslegung – und die Scharia (religiöse Rechtsordnung) als zwingendes Gesetz gelten sollen. Menschen- und Freiheitsrechte, die nicht in dieses Raster passen, werden abgelehnt oder sogar bekämpft.

Linksextremisten

Linksextremistische Organisationen wollen in ihrem jeweiligen Heimatland ein kommunistisches System errichten. Die einflussreichste dieser Organisationen war über Jahre die "Kurdische Arbeiterpartei" (PKK), die sich jetzt "Freiheits- und Demokratie-Kongress Kurdistans" (KADEK) nennt. Sie hatte ihre politische Orientierung auch deshalb gewählt, um sich im "revolutionären  Befreiungskampf" wenigstens die Unterstützung des sozialistischen Lagers zu sichern. Heute verfolgt die PKK/KADEK eher eine nationalistische Richtung.

Nationalistische Extremisten

Nationalistische Organisationen mit extremistischer Zielrichtung wollen eine verhasste Regierung in der Heimat stürzen, staatliche oder kulturelle Autonomie erkämpfen oder gar einen separaten eigenen Staat gründen. Deshalb versuchen sie aus dem Exil heraus, eine an der Heimatfront kämpfende Guerilla – als bewaffneten Arm im nationalen Befreiungskampf – finanziell und lobbyistisch zu unterstützen. Eine Ausnahme bildet die "Föderation der türkisch-demokratischen Idealistenvereine in Europa e.V." (ADÜTDF): Sie ist in der türkischen Gesellschaft gut integriert. Ihr geht es darum, nationalistische Großmachtansprüche zu propagieren und durchzusetzen.